Steckbrief

Die Art

Strophurus ciliaris ciliaris – Australischer Stachelschwanzgecko

Der Australische Stachelschwanzgecko ist ein kleiner, nachtaktiver und baumbewohnender Gecko aus den Trockengebieten Australiens. Namensgebend sind die stachelartigen Schuppen über den Augen und entlang des Schwanzes.

Steckbrief auf einen Blick

Wissenschaftl. Name
Strophurus ciliaris ciliaris (Boulenger, 1885)
Trivialname
Australischer Stachelschwanzgecko (engl. northern spiny-tailed gecko)
Familie
Diplodactylidae (Australische Doppelfingergeckos)
Verbreitung
Nördliches & zentrales Australien (WA, NT, QLD)
Lebensraum
Aride bis semiaride Trockenwälder, Busch- und Spinifexland
Lebensweise
Nachtaktiv, baumbewohnend (semi-arboreal)
Gesamtlänge
ca. 12–15 cm; Weibchen meist etwas größer
Lebenserwartung
In guter Haltung häufig 10–15 Jahre
Aktivität
Dämmerungs- und nachtaktiv
Schwierigkeit
Für erfahrene Einsteiger geeignet

Hinweis: Angaben zu Größe und Lebenserwartung schwanken je nach Population und Haltung. Die Werte hier sind gängige Erfahrungs- und Literaturwerte.

Systematik & Unterarten

Die Gattung Strophurus umfasst die australischen Stachelschwanzgeckos und wurde früher teilweise zu Diplodactylus gestellt. Strophurus ciliaris wird in zwei Unterarten gegliedert:

  • S. c. ciliaris – die hier vorgestellte Nominatform mit den kräftig ausgebildeten „Wimpern“-Stacheln über den Augen.
  • S. c. aberrans – mit schwächer ausgeprägten Überaugenstacheln.

Herkunft & Lebensraum

Die Art besiedelt weite Teile des nördlichen und zentralen Australiens – von Western Australia über das Northern Territory bis nach Queensland. Sie lebt in trockenen bis halbtrockenen Landschaften und hält sich bevorzugt in Sträuchern und niedrigen Bäumen auf, etwa in Akazien oder im stacheligen Spinifex-Gras. Tagsüber ruht sie geschützt in Verstecken, nachts geht sie auf Ästen sitzend auf Insektenjagd.

Aussehen

Stachelschwanzgeckos sind schlank gebaut und fein beschuppt. Die Grundfärbung ist variabel und reicht von grau über bräunlich bis rötlich, oft mit feiner heller und dunkler Sprenkelung, die im natürlichen Lebensraum hervorragend tarnt. Charakteristisch sind:

  • eine Reihe stachelartiger Schuppen über den Augen (die „Wimpern“),
  • Reihen kleiner Stacheln entlang des Schwanzes, bei vielen Tieren mit auffällig gefärbten (z. B. orange- bis rostroten) Spitzen,
  • eine oft fein gemusterte Iris.

Lebensweise

Als nachtaktive Baumbewohner verbringen die Geckos den Tag versteckt und werden erst nach Einbruch der Dunkelheit aktiv. Sie sind ausgesprochen standorttreue Lauerjäger, die sich langsam und bedächtig bewegen und bei Störung gerne regungslos verharren. Diese ruhige Art macht sie zu faszinierenden Pfleglingen – auch wenn sie keine Tiere „zum Anfassen“ sind.

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